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Mittelerde
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Zusammen- 
 fassung
Risiko

"Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkle zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn."

Dies ist das Ende des Gedichtes, mit dem der Herr der Ringe beginnt. Es beschreibt den Zauberring, um den es eigentlich geht.

Seit zwei Generationen verfolgen Leser in aller Welt atemlos die Geschichte um Frodo Beutlin und dem Ring. Sie sehen, wie Frodo mit sich und dem magischen Ring kĂ€mpft, den er schließlich zu zerstören trachtet. Der Leser geht mit auf eine schier endlose Reise, die mit Gefahren und wundersamen Begegnungen gespickt ist. So trifft man Elben, die edelsten Geschöpfe Mittelerdes, Ents (riesige Baumwesen) und Orks, die Krieger des Bösen. Dieses Buch ist es wert mehrmals gelesen zu werden. Es ist DER Meilenstein in der Fantasy-Literaturgeschichte.

 

John Ronald Reuel Tolkien brauchte 16 Jahre, um den Herrn der Ringe fertig zu stellen, da er immer wieder Teile verĂ€nderte und anpaßte. 1954/55 erschienen die drei BĂŒcher. Und zwar komplett mit Zeittafeln zur Geschichte Mittelerdes, Landkarten, StammbĂ€umen der Herrschergeschlechter und Schrifttafeln fĂŒr seine erfundenen Sprachen Quenya und Sindarin -- denn Sprachen waren die Leidenschaft des Professors fĂŒr Englisch in Leeds und Oxford. Man schlĂ€gt in diesem Anhang nach, um sich plötzlich klar zu werden, dass alles, aber auch alles der großartigen Phantasie Tolkiens entsprungen ist.

 

AutorenportrÀt
John R(onald) R(euel) Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein/SĂŒdafrika geboren und lebte seit 1896 in England. Er war Professor fĂŒr germanische Philologie in Oxford und starb am 2. September 1973 in Bournemouth. Eines seiner bekanntesten Werke ist "Der Herr der Ringe".

Auszug aus “Die GefĂ€hrten”


Aragorn eilte weiter den Berg hinauf. Dann und wann bĂŒckte er sich und untersuchte den Boden. Hobbits haben einen leichten Schritt, und selbst fĂŒr einen WaldlĂ€ufer sind ihre Fußspuren nicht leicht zu lesen; doch nicht weit vom Gipfel kreuzte eine Quelle den Pfad, und auf der nassen Erde sah er, was er suchte.

»Ich habe die Zeichen richtig gelesen«, sagte er zu sich. Frodo ist zum Berggipfel gelaufen. Was mag er dort wohl gesehen haben? Aber er kam auf demselben Weg zurĂŒck und ist bergab gegangen.«

Aragorn zögerte. Er hatte selbst den Wunsch, zu dem Hochsitz zu gehen, denn er hoffte, dort etwas zu sehen, das ihn aus seiner Ratlosigkeit herausfahren könnte; doch die Zeit drĂ€ngte. Plötzlich sprang er voran und rannte zum Gipfel, ĂŒber die großen Steinplatten und die Stufen hinauf. Als er dann auf dem Hochsitz saß, blickte er sich um. Aber die Sonne schien verdunkelt und die Welt verschwommen und entrĂŒckt. Er wandte sich von Norden ringsum wieder nach Norden zurĂŒck, und er sah nichts als die fernen Berge; nur dort, wo sie in ganz weiter Ferne lagen, sah er wiederum einen großen Vogel, vielleicht einen Adler, der in weiten Kreisen langsam zur Erde niederschwebte.

WĂ€hrend er noch schaute, vernahmen seine scharfen Ohren GerĂ€usche in dem WaldgelĂ€nde unten am Westufer des Flusses. Er fuhr zusammen. Es waren Schreie, und zu seinem Entsetzen erkannte er darunter die rauhen Stimmen von Orks. Dann plötzlich erklang das tieftönende Schmettern eines großen Horns, und sein Schall traf auf die Berge und hallte in den TĂ€lern wider und erhob sich zu einem. mĂ€chtigen Ruf, der das Brausen des Wasserfalls ĂŒbertönte.

»Das Horn von Boromir!« rief er. »Er ist in Not!« Aragorn sprang ĂŒber die Stufen und eilte den Pfad hinunter. »O weh! Ein böses Geschick liegt heute auf mir, und alles, was ich tue, lĂ€uft falsch. Wo ist Sam?«

WĂ€hrend er rannte, waren die Schreie erst lauter geworden und dann leiser, und das Horn blies verzweifelt. WĂŒtend und schrill stiegen die Schreie der Orks auf, und plötzlich verstummte das Horn. ...

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